Traditionell europäische Befundungsmöglichkeiten
Neben schulmedizinischen Verfahren wie Sicht-, Tastbefund und Laboranalysen bietet die TEN weitere diagnostische Möglichkeiten.
Der naturheilkundliche Befund beginnt mit der Beurteilung des Habitus, also des äusseren Erscheinungsbildes, und der Einordnung in eine Konstitution. Die Antlitzdiagnostik analysiert Gesichtsfarbe, Faltenbildung und Hautbeschaffenheit, um Hinweise auf körperliche und psychische Verfassung sowie mögliche Mangelerscheinungen zu gewinnen.
Die Irisdiagnose erlaubt tiefe Einblicke in die individuelle Konstitution und typischen Reaktionsmuster des Körpers.
Die Zungendiagnose spiegelt als Mikrosystem den Verdauungstrakt wider und kann wichtige Hinweise für die Therapie liefern.
Die Pulsdiagnose analysiert neben der Herzfrequenz die Qualität des Pulses, die sich rasch ändert und wertvolle Informationen über den aktuelle humoralen Zustand gibt.
Weitere Möglichkeiten
Die Harnschau ist ein traditionsreiches Diagnoseverfahren, bei dem Geruch, Farbe und Sediment des Urins Hinweise auf ein Ungleichgewicht der Körpersäfte geben.
Auch das Darmmilieu und die Funktion der Verdauungsorgane, etwa durch die Bauchformen, können wertvolle Informationen über Ernährungszustand und Verdauungsphysiologie liefern.
Darüber hinaus ermöglichen Reflexzonentherapien an Fuss, Hand und Ohr, Schwachstellen zu erkennen und direkt zu behandeln.
Zeichen an der Haut oder bestimmten Zonen des Rückens (Dermatome, Headsche Zonen) geben Hinweise auf den gesamten Gesundheitszustand.
Auf Basis der naturheilkundlichen Diagnostik wird ein individuelles Behandlungskonzept erstellt. Die TEN stellt jedoch keine Diagnosen im schulmedizinischen Sinne, sie nutzt die Diagnostikmöglichkeiten zur individualisierten Therapie. Naturheilpraktiker:innen in der Schweiz mit Oda AM Zertifikat oder Eidgenössischem Titel sind umfassend in Schulmedizin ausgebildet und kennen die Grenzen der Naturheilkunde und sind qualifiziert, bei Bedarf schulmedizinische Untersuchungen zu veranlassen.

