Prägende Essenserlebnisse

Die Essgewohnheiten aus der Kindheit, bleiben oft ein Leben lang erhalten. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Eltern Wert auf eine gesunde Ernährungsweise legen. Eine vollwertige, ausgewogene Ernährung ermöglicht ein optimales körperliches Wachstum und eine gute geistige Entwicklung. Eine zu grosszügige Nahrungszufuhr, vor allem von nährstoffarmen, energiereichen Lebensmitteln, regt die Bildung von Fettzellen an und legt den Grundstein für Übergewicht aber auch für weitere Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, oder Koronare Herzkrankheiten. Zu den Ernährungsgewohnheiten gehört nicht nur, was wir essen, sondern und vor allem auch wie. Es ist wichtig, gemeinsam mit den Kindern in einer ruhigen Atmosphäre die Mahlzeiten zu geniessen. Kinder sollten keinen Stress haben während des Essens, sie sollten sich dafür Zeit nehmen, langsam essen und sich angewöhnen, die Lebensmittel gründlich zu kauen. Die Kohlehydratverdauung fängt im Mund an. Während der Mahlzeiten sollte nicht getrunken werden, dafür umso mehr zwischen den Mahlzeiten bis etwa eine halbe Stunde davor und frühestens eine Stunde danach wieder, um den Verdauungsorganen Zeit für die Verdauung zu lassen. Wenn ein Kind Durst hat, darf es natürlich immer Wasser trinken. Ideal ist eine tägliche Routine, sodass immer ungefähr um die gleiche Zeit gegessen wird. Zwischen den Mahlzeiten sollte nicht gegessen werden. Je älter das Kind, desto grösser können die Abstände zwischen den Mahlzeiten sein. Es ist zu empfehlen, den Kindern eine Vielfalt verschiedener nährstoffreicher Lebensmittel anzubieten um die Nährstoffbedürfnisse des Kindes zu decken und sie selber wählen zu lassen, denn sie würden von Natur aus am besten spüren was sie brauchen. Dieses Gefühl, kann jedoch durch eine langanhaltende falsche Ernährungsweise abhanden kommen und muss oft wieder erlernt werden.

Fertignahrung ist ernsthaft gefährlich!

Durch industrielle Verarbeitung denaturierte Lebensmittel, Fastfood und Fertigprodukte haben in einer gesunden Kinderernährung nichts verloren. Sie enthalten praktisch keine Vitalstoffe und neben raffinierten Kohlehydraten und vielen schlechten Fetten, meistens schädliche Lebensmittelzusatzstoffe, wie Aromen, Geschmacksverstärker, Säuerungsmittel, Stabilisatoren, Emulgatoren, Antioxidationsmittel usw., Farb- und Konservierungsstoffe können erhebliche gesundheitliche Schäden im kindlichen Körper anrichten. Manche können die Sauerstofftransportfähigkeit des Blutes verändern, was zu Sauerstoffmangel und insbesondere bei Kindern zu Erstickungsgefahr führen kann. Andere sollen bei Kindern zu Verhaltensstörungen wie Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen, Lernschwäche und Schlafstörungen führen und den Blutzucker- sowie den Cholesterinspiegel negativ beeinflussen. Wieder andere lösen Allergien aus, schwächen die Abwehrkräfte und gelten als krebserregend. Manche Farbstoffe können aluminiumhaltig sein. Dieses steht im Verdacht, Demenzerkrankungen wie Alzheimer und die Parkinson-Krankheit zu fördern. Die Zitronensäure, welche in vielen Fertigprodukten zu finden ist, wird von Schimmelpilzen produziert. Bei der Gewinnung der Säure können Schimmelsporen und weitere Stoffwechselgifte der Pilze ins Endprodukt gelangen. Zitronensäure ist schädlich für die Zähne und kann Metalle wie Blei und Aluminium durch die Darmwand ins Blut transportieren.

Auch auf in der Mikrowelle gewärmte Nahrung sollte in der Kinderernährung unbedingt verzichtet werden. Durch Mikrowellenerhitzung wird die energetische, chemische und molekulare Struktur von Lebensmitteln verändert. Das gilt für Proteine und Fettsäuren ebenso wie für Enzyme und Vitamine. Sie werden somit wertlos und der Körper kann sie nicht mehr aufnehmen.

Welche Ernährung ist gesund für ein Kind?

Ein heranwachsender Mensch braucht viele verschiedene Nährstoffe. Diese sollten vorwiegend aus ausgewogener, vollwertiger Kost bezogen werden. Lebensmittel für eine gesunde Entwicklung sind lebendig, frisch, dynamisch, biologisch und ohne Schad- und Giftstoffe. Je naturnaher, desto besser kann die Nahrung vom Körper verwertet werden. Wenn man der langjährigen Erfahrung der Ayurvedischen-, Traditionellen Chinesischen oder Europäischen Ernährungslehre glauben schenken will, sollte der grösste Teil der Lebensmittel in warmer, gut verdaulicher Form gegessen werden und zum grössten Teil aus Gemüse bestehen. Vorallem im Winter ist es sehr wichtig, dass man den Körper nicht von innen kühlt. An einem heissen Sommertag, kann dies jedoch durchaus Sinn machen. Die Früchte und Gemüse, welche in unseren Breitegraden in der jeweiligen Saison wachsen, erfüllen genau diese Gegebenheiten. Im Sommer wachsen kühlende Gurken und Tomaten und im Winter tut es uns gut, wärmendes Kohl-, Lauch- oder Wurzelgemüse zu essen. Auch die Gemüter lassen sich durch Nahrungsmittel beeinflussen. Einen Luftibus kann man durch erdendes Wurzelgemüse auf den Boden holen oder einen Zappelphilipp durch eine Gemüsesuppe mit klein geschnittenem Wintergemüse beruhigen. Kindern, die sich selbst oder andere nicht spüren, kann durch eine lebendige Ernährungsweise wieder ein Bauchgefühl vermittelt werden. Ein trauriges, ruhiges Kind braucht wärmende dynamische Nahrung, wenn es vorwiegend «tote» Fertignahrung bekommt, kann dies eine Ursache für die Traurigkeit sein. Kinder haben unterschiedliche Konstitutionen und entsprechen verschiedenen Typen, diese können durch die richtigen Lebensmittel positiv beeinflusst werden.

Überlegen Sie sich, was Sie Ihrem Kind zu Essen geben und achten Sie sich darauf, was Lebensmittel mit Ihren Kindern machen.

Die Entwicklung Ihres Kindes ist durch die Ernährung beeinflussbar

Im Kindesalter wird der Grundstein für ein gesundes Leben gelegt. Die Ernährung spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Dies veranlasste mich dazu den Fokus meiner Arbeit auf die Kinderernährung und Aufklärung der Eltern zu legen.

Corinne A. Zollinger, dipl. ganzheitliche Ernährungsberaterin

Der Einfluss der Ernährung darf nicht unterschätzt werden. Schon Hildegard von Bingen (1098–1179), Benediktinerin, Äbtissin, Dichterin und Komponistin, und bedeutende Universalgelehrte, und Rudolf Steiner (1861–1925), Begründer der antroposophischen Ernährungslehre, wussten vom Einfluss der Lebensmittel auf Körper und Seele. Die Traditionell Europäische- sowie die Chinesische Medizin wissen schon lange über den Einfluss unserer Nahrungsmittel auf Körper und Psyche Bescheid. Eine einseitige Ernährung beeinflusst nicht nur die körperliche- sondern auch die psychische und geistige Entwicklung eines Kindes. Dass die Ernährung einen direkten Einfluss auf die Darmflora hat, liegt auf der Hand und mittlerweilen weiss man, dass der Darm in enger Verbindung zum Gehirn steht und dieses beeinflussen kann. Kinder benötigen für ihre Entwicklung, ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie für die Stärkung ihrer Immunabwehr und ihre Intelligenz eine optimale Versorgung mit allen Nährstoffen. Die Ernährung im frühen Kindesalter hat einen erheblichen Einfluss auf deren Intelligenzquotienten. Schäden, durch zu hohe Zufuhr denaturierter Lebensmittel und ungenügende Nährstoffzufuhr in diesen jungen Jahren, können nicht rückgängig gemacht werden.